Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere und aufregende Zeit. Es ist aber auch eine Zeit, in der die werdenden Eltern jede Menge Entscheidungen treffen müssen.

Eine Schwangerschaft und das Heranwachsen eines neuen Lebewesens im eigenem Körper ist eine spannende und aufregende Zeit. Die Vorfreude auf den kleinen Menschen, der da kommt, ist riesig und natürlich wünschen sich alle Mamas nur eins, nämlich das ihr Baby gesund auf die Welt kommt. Leider ist es aber auch so, dass gerade wenn es um das Thema Schwangerschaft und Geburt geht, gern mit unseren Ängsten gespielt wird.

Zunächst einmal sollten wir uns wieder bewusst machen, dass eine Geburt ein vollkommen natürlicher Vorgang und per se erst mal nichts pathologisches ist. Eine Frau, die ein Kind empfängt ist grundsätzlich auch in der Lage dieses zu gebären. Das möchte ich erst mal völlig wertfrei in den Vordergrund stellen.

Natürlich kann es Komplikationen geben und natürlich können wir sehr dankbar über die in Deutschland vorherrschende medizinische Versorgung sein, dennoch ist nicht immer alles Gold was glänzt. Unser Gesundheitssystem muss wirtschaftlich sein und das führt unweigerlich dazu, dass nicht alles was angeboten wird auch immer notwendig ist.

Welche Untersuchungen sind laut Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen?

In Deutschland ist in den Mutterschaftsrichtlinien ganz genau geregelt, welche Untersuchung von den Krankenkassen bezahlt und empfohlen werden. Und da sind wir schon mein ersten Stichwort: empfohlen. Die Untersuchungen sind, wie viele vielleicht annehmen, keine Pflicht!

Die Vorsorgeuntersuchungen finden zunächst alle vier Wochen und ab der 32. Woche dann vierzehntägig statt. Blutdruck und Gewicht werden notiert, der Urin untersucht und das Wachstum der Gebärmutter ertastet. Außerdem werden verschiedene Blutuntersuchungen durchgeführt. Man kann sich auf Schwangerschaftsdiabetis und verschiedene Infektionskrankheiten untersuchen lassen.

Insgesamt sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen.

  1. Ultraschalluntersuchung zwischen 9. und 12. Schwangerschaftswoche
  2. Ultraschalluntersuchung zwischen 18. und 21. Schwangerschaftswoche
  3. Ultraschalluntersuchung zwischen 29. und 32. Schwangerschaftswoche

Individuelle Vorsorgeuntersuchungen

Darüber hinaus werden weitere individuelle Leistungen wie Feindiagnostik, Nackentransparenzmessung, Fruchtwasseruntersuchungen usw. angeboten. Hier kann bereits am ungeborenen Kind durch Errechnen verschiedener Wahrscheinlichkeiten festgestellt werden, ob das Kind veränderte Chromosomen hat.

Laut Statistik werden in keinem anderen europäischen Land so viele Ultraschalluntersuchungen vorgenommen wie in Deutschland. Aber gerade was den Ultraschall betrifft, gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Die einen sagen es gibt kein Risiko beziehungsweise Auswirkungen auf das ungeborene Kind. Andere sagen, die Schallwellen haben ungefähr die Lautstärke einer einfahrenden U-Bahn im Mutterleib. Am kritischsten sehe ich tatsächlich, die vielen Fehldiagnosen, welche sehr häufig entstehen und zu unnötigen Eingriffen und natürlich Verunsicherungen führen.

Mein erstes Kind sollte Laut Ultraschalldiagnose kurz vor der Geburt um die 5 Kilo wiegen und mir wurde ein Kaiserschnitt förmlich aufgedrängt. Mein Bauchgefühl hat aber, im wahrsten Sinne des Wortes, etwas ganz anderes gesagt und ich habe nach langen Gesprächen mit meiner Hebamme an einer Spontangeburt festgehalten.

Was macht die Hebamme?

Was viele vielleicht nicht wissen ist, das die Hebamme genau wie auch der Arzt alle Vorsorgeuntersuchungen bis auf den Ultraschall durchführen kann. Über viele Jahrtausende lagen Geburten in den Händen von heilkundigen Frauen. Die Geburtshilfe wurde erst viel später zu einer ärztlichen Domäne. Ein Arzt darf ohne Hebamme kein Kind entbinden – eine Hebamme muss aber keinen Arzt bei einer Geburt dabei haben. Ich finde das sagt bereits sehr viel darüber aus, welche Bedeutung Hebammen eigentlich haben.

Es ist also nicht zwangsläufig nötig die Schwangerschaftsvorsorge von einem Frauenarzt durchführen zu lassen. Wer gänzlich auf Ultraschalluntersuchungen verzichten möchte, bräuchte theoretisch gar nicht zum Arzt. Einige Hebammen bietet sogar Hausbesuche an und du kannst die regelmäßigen Termine ganz entspannt bei dir zu hause statt finden lassen. Das finde ich persönlich sehr schön, denn man ist da, wo man sich wohlfühlt und muss nicht in eine Arztpraxis.

Unser ganz persönlicher Weg

Ich finde besonders die Blutgruppenbestimmung und einen Antikörpersuchtest wichtig, um auf mögliche Blutgruppenunverträglichkeiten zwischen Mutter und Kind bei der Geburt vorbereitet zu sein. Man sollte sich aber bei all diesen Untersuchungen auf jeden Fall immer die Frage stellen: Was fange ich mit dem Ergebnis der Untersuchung an? Würde es etwas an meiner Entscheidung für das Kind ändern? Würde ich mein Kind weniger lieben, nur weil es eventuell ein Down-Syndrom hat? Und würde ich mich letztendlich wirklich dafür entscheiden eine Schwangerschaft abzubrechen?

Es geht mir hier nicht um Verurteilungen des einen oder eben anderen Weges, sondern darum, sich diese Fragen einfach mal ganz bewusst zu stellen. Denn eines darf man dabei nicht vergessen: es handelt sich hierbei um Prognosen und Wahrscheinlichkeiten. Niemand kann zu einhundertprozent voraussagen ob ein Kind gesund oder gar krank geboren wird. Und auch eine feindiagnostische Untersuchung in der 20. Woche, bei der alles in bester Ordnung ist, ist kein Garantieschein für ein gesundes Kind.

Ich habe mich deshalb in dieser Schwangerschaft ganz bewusste gegen einige oder besser gesagt, die meisten Untersuchungen entschieden. Ich habe zwei eigentlich völlig unauffällige Schwangerschaften und auch Geburtengehabt, wenn auch trotzdem die Erste sehr dramatisch war, und fühle mich inzwischen sehr vertraut was meinen Körper anbetrifft. Vielleicht auch gerade weil die erste Schwangerschaft durch eine vorangegangene Fehlgeburt von sehr vielen Untersuchungen und Kontrollen geprägt war, welche nicht wirklich hilfreich waren, sondern eher für noch mehr Unsicherheit gesorgt haben.

Buchtipps rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt

Manchmal ist es hilfreich sich selbst etwas zu belesen und Wissen anzueignen wenn Unsicherheiten auftreten. Natürlich sollte man hier davon absehen irgendwelche Horrorgeschichten zu lesen und der Fokus sollte auf eine positive Einstellung gegenüber der Geburt gelenkt werden.

Folgende Bücher sind empfehlenswert wenn es um das Thema natürliche Geburt geht:

Die Hebammen-Sprechstunde: Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit - eine einfühlsame Begleitung mit Aromatherapie, Bachblüten, Homöopathie und Pflanzenheilkunde
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  • Kopf, Alexandra (Autor)
  • 142 Seiten - 06.02.2020 (Veröffentlichungsdatum) - Carl-Auer Verlag GmbH (Herausgeber)
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  • Ulrich, Isabella (Autor)
  • 300 Seiten - 25.11.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Morawa Lesezirkel GmbH (Herausgeber)
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  • Mongan, Marie F (Autor)
  • 318 Seiten - 21.10.2019 (Veröffentlichungsdatum) - Mankau Verlag (Herausgeber)
Das Stillbuch: Vollständig überarbeitete Neuausgabe
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  • Lothrop, Hannah (Autor)
  • 400 Seiten - 31.10.2016 (Veröffentlichungsdatum) - Kösel-Verlag (Herausgeber)
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Kinderwunsch auf natürliche Weise begleiten

Der Weg zu Wunschkind ist nicht für alle Frauen und Paar immer unkompliziert zu beschreiten und nicht immer klappt es auf Anhieb schwanger zu werden. Da meine erste Schwangerschaft sehr lange auf sich warten ließ und ich bereits die Erfahrung einer Fehlgeburt machen musste, habe ich mich entschlossen, mich in meinem erneuten Kinderwunsch durch sanfte und natürliche Methoden unterstützen zu lassen. Hierfür habe ich mir die Unterstützung meiner lieben Freundin Jutta Luhn begeben. Mit ihrer Kinderwunschbegleitung und ihren Behandlungen hilft sie Frauen und Paaren auf natürliche Weise ihren Kinderwunsch endlich zu erfüllen. Ihre herzliche Art lässt einen ganz wunderbar entspannen während der Anwendung und auch unsere vielen Gespräche haben mich mental sehr unterstützt. Ich bin damals noch vor der letzten Behandlung schwanger geworden.

Schwangerschaftsvorsorge

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