Leben im Wohnwagen

Ein dreiviertel Jahr leben und arbeiten im Camper – unser Zwischenfazit

Vorteile, Herrausforderungen, Freiheit. Wie fühlt sich ein Leben im Wohnwagen an? Nach fast einem Jahr leben und arbeiten im Wohnwagen ist es an der Zeit ein Fazit zu ziehen. In diesem Beitrag verrate ich dir wie es uns ergangen ist.

Dieser Beitrag enthält Werbung für unseren Kooperationspartner Fendt Caravan.

Fast ein ganzes Jahr leben wir nun schon auf weniger als 20 qm. Auch wenn unser Wohnwagen wirklich sehr geräumig ist, gibt es doch immer wieder Herausforderungen die es zu meistern gilt.

Mal ist es gemütlich und manchmal chaotisch. Manchmal wünschen wir uns jeder etwas Rückzugsraum und dann lieben wir es wieder so nah zusammen zu sein. Mal wollen wir los ziehen und die Welt entdecken und dann sehnen wir uns wieder nach vertrauten Orten. Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt. Und zu hause sind wir nur in uns selbst.

Vorteile am Wohnwagenleben

Theoretisch jeden Tag an einem anderem Ort aufwachen zu können bringt schon so einige Vorteile mit sich. Man muss sich nicht über blöde Nachbarn oder schlechtes Wetter ärgern. Wenn es nicht mehr passt, fährt man einfach weiter. Der Haushalt ist im Vergleich zu unserem 120 qm Haus mit Garten sehr schnell erledigt und stresst mich nicht mehr. Durch die begrenzten Platzverhältnisse ist es kaum mehr möglich Dinge anzuhorten und es muss regelmäßig aussortiert werden. Auch unser Büro haben wir weitestgehend digitalisiert und versuchen möglichst auf Papierkram zu verzichten.

Wir sind viel in der Natur und unser Leben findet zu 95 Prozent draußen statt. Das tut uns allen sehr gut. Die am meisten gestellte Frage ist immer was wir machen, wenn es mal länger regnet. Dazu kann ich nur sagen: weiter fahren dahin wo die Sonne scheint. Wir hatten bisher wirklich sehr viel Glück mit dem Wetter noch noch nie längere Regenphasen.

Roomtour durch unser Zuhause

Nach fast einem Jahr haben wir es endlich geschafft eine Roomtour durch unser Zuhause zu drehen. In diesem Video nehme ich dich mit auf eine exklusive Roomtour durch unsere vier Wände. Ich zeige dir was wir so dabei haben und wie viel Stauraum unser Wohnwagen bietet.

Die größten Herausforderungen

Die größten Herausforderungen sind tatsächlich die alltägliche Dinge. Organisatorische Sachen wie: wo wasche ich die Wäsche, wo kann man Bio Obst und Gemüse kaufen oder wo gibt es veganen Cashewkäse. Das Leben im Wohnwagen ist natürlich auch beengt. Zwar bietet unser Modell wirklich einiges an Komfort und Platz aber es fehlen einfach Rückzugsmöglichkeiten. Konflikte müssen also gleich geklärt werden, sonst wird es unangenehm. Auf der einen Seite finde ich das gut, manchmal zehrt es aber auch an einem.

Leben im Wohnwagen Fazit

Was wir uns anders vorgestellt haben

Am Anfang unsere Reise waren wir total im Reisefieber und wollten möglichst viele Dinge und Orten erleben und sehen. Auf unserer Tour durch Spanien waren wir sehr viel unterwegs und hatten häufige Ortswechsel. Irgendwie hatten wir am Anfang immer das Gefühl, etwas zu verpassen oder etwas bestimmtes unbedingt gesehen haben zu müssen. Bis wir uns nach drei Monaten umherreisen erst mal für einige Wochen wieder einen festen Ort gesucht haben.

Die ständigen Ortswechsel und damit verbundenen Eindrücke können nämlich auch ziemlich anstrengend sein. Wir hatten irgendwann das Gefühl, nirgendwo mehr so richtig anzukommen und brauchten nach relativ kurzer Zeit erst mal eine Pause. Tatsächlich hätte ich nicht erwartet, dass dieser Punkt bereits nach drei Monaten kommt.

Auch auf unserer Tour durch Kroatien im Sommer haben wir wieder gemerkt, wie sehr uns häufige Ortswechsel stressen und das wir ein anderes Tempo brauchen. Wir haben nach wie vor Lust auf neue Orte aber in einer anderen Geschwindigkeit. Aber vor allem braucht es immer wieder Orte, an denen man sich wohlfühlen und wieder zurück kehren kann. Zum Glück haben wir davon schon einige gefunden.

Fühlen wir uns wirklich frei?

Ja und nein. Wir sind diese Reise nicht mit dem primären Ziel angegangen uns frei oder freier als vorher zu fühlen. Wir hatten uns bereits vor unserer Abreise aus den gängigen Strukturen gelöst und konnten selbstbestimmt und mit freier Zeiteinteilung leben. Das ist für mich Freiheit. Nicht von Vorgaben und Urlaubstagen abhängig zu sein sondern jeden Tag so gestalten zu können wie es gerade gebraucht wird. Daher bin ich der Meinung, das es nicht unbedingt eine Reise braucht um sich wirklich frei zu fühlen.

Für uns ist natürlich noch ein Bonus dazu gekommen: nämlich jetzt auch einfach an Orten sein zu können, wo es uns gerade gefällt. Dennoch sind wir natürlich auch irgendwo an eine gewisse Arbeitsroutine gebunden, müssen Termine einhalten und sind abhängig von anderen Faktoren, wie zum Beispiel: ist der Standplatz geeignet, haben die Kinder andere Kinder zum Spielen und vieles mehr. Ich glaube wirkliche Freiheit beginnt im Kopf. Alles andere gibt es on top noch dazu.

Was interessiert dich sonst noch?

Möchtest du mehr über unser Leben im Wohnwagen erfahren? Wenn du Fragen hast, dann immer her damit in den Kommentaren.

Leben im Wohnwagen Fazit

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