Gibraltar

Gibraltar – völlig überteuert oder sehenswert?

Der südlichste Punkt unsere Reise durch Spanien sollte der Grenzübergang zu Gibraltar sein. Ich habe vorher viel im Netzt gelesen und recherchiert ob sich ein Besuch in Gibraltar für wirklich lohnt. Letzen Endes haben wir uns dazu entschieden es einfach selbst auszuprobieren und uns unser eigenes Bild von der kleinen britischen Kolonie auf der iberischen Halbinsel zu machen.

In Gibralta bzw. an der spanischen Grenze zu Gibraltar gibt es keinen schönen Campingplatz. Jedenfalls nicht in direkter Umgebung. Übernachtet haben wir während unseres Aufenthalts in La Línea de la Concepción, einer kleinen Stadt direkt an der Grenze zu Gibraltar. Es gibt hier zwei Stellplätze für Wohnmobile: einen am Hafen und einen am Stadion.

Wir haben gehofft auf dem Platz am Hafen stehen zu können, da dieser einen gute Infrastruktur sowie Ver- und Entsorgung hat. Leider sind Wohnwagen auf diesem Platz verboten und wir durften nicht mal zum Entleeren einfahren. Der zweite Stellplatz am Stadion hat das Abstellen von Wohnwägen erlaubt und dafür 6 Euro Gebühren für 24 Stunden verlangt. Das klingt zwar erst mal sehr günstig, dafür steht man aber einfach nur auf einem ungesicherten und staubigen Stadionvorplatz ohne Entsorgung, dafür aber mit einem kleinen Restaurant.

Fakten über Gibraltar

Gibraltar ist eine kleine Halbinsel an der Nordseite der Meerenge zwischen Europa und Afrika. Die Landfläche beträgt gerade einmal 6,5 km2. Das wohl bekannteste Wahrzeichen Gibraltars ist der Upper Rock, welcher 426 m in die Höhe ragt. Die Amtssprache in Gibraltar ist englisch und bezahlt wird in britischen Pfund. Gibraltar ist ein Ort mit viel Geschichte.

Bis 1704 war Gibraltar Spanisch danach wurde es im Erbfolgekriegs durch Prinz Georg von Hessen-Darmstadt erobert. 1830 wurde Gibraltar dann britische Kronkolonie. Auch heute noch kommt es immer wieder zu Spannungen und Meinungsverschiedenheiten zwischen Großbritannien und Spanien.

Sehenswürdigkeiten in Gibraltar

Zu sehen gibt es auf der kleinen Halbinsel jede Menge. Da der Platz begrenzt ist würde ich dir empfehlen das Auto tatsächlich in Spanien stehen zu lassen und dich mit dem Fahrrad oder per Bus auf den Weg zu machen. Die Busstation befindet sich direkt hinter dem Grenzübergang und mit einem Tagesticket für rund 9 Euro pro Erwachsener und 6 Euro pro Kind, kann man immer wieder Ein- und Aussteigen und sich so von Sehendwürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hangeln.

The Rock of Gibraltar

Der Affenfelsen von Gibraltar ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Er beherbergt Europas einzige wilde Affenpopulation welche einst aus Marokko übergesiedelt sind. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten den Felsen zu erklimmen. Der einfachste aber wohl auch teuerste Weg ist die Fahrt mit dem Cable Car. Eine Fahrt kostet für Erwachsenen rund 30 Euro und knapp 20 Euro für Kinder. Was da für einen vierköpfige Familie zusammen kommt kannst du dir ja ausrechnen.

Eine weitere Möglichkeit sind kleine Busse oder Taxis, welche dich zum Aussichtspunkt auf den Felsen kutschieren. Die Preise hierfür sind ähnlich. Wir haben auf beides verzichtet und uns zu Fuß auf den Weg gemacht. Der Einstieg zum Aufstieg ist nicht ganz leicht zu finden. Deshalb habe ich dir hier den unscheinbaren Punkt einfach mal als Google Maps Link hinterlegt.

Der Eintritt in den Naturpark Upper Rock ist erschwinglich und auch der Weg für Kinder gut zu meistern. Man muss auch nicht mal bis ganz nach oben wandern um eine schöne Aussicht genießen zu können und in Kontakt mit den Affen zu kommen. Außerdem kann die Tropfsteinhöhle St. Michael’s Cave besichtigt werden. Der Eingang befindet sich ebenfalls im Natur Reservat Upper Rock.

Die Mainstreat

Die Mainstreat ist, wie der Name schon vermuten lässt, die Haupteinkaufsstraße Gibraltars. Hier reihen sich viele Geschäfte und Restaurants aneinander. Man findet relativ viele Geschäfte, die Zigaretten, Parfüm und Alkohol anbieten, da diese Waren in Gibraltar steuerfrei eingekauft werden können. Für uns war das alles nicht wirklich interessant aber wir würden einen Ort auch nicht nach seiner Einkaufsstraße aussuchen, da solche Dinge für uns einfach nicht relevant sind.

Man sollte in jedem Falle beachten, dass am Sonntag alle Geschäfte geschlossen haben und auch ein Großteil der Restaurants nicht öffnet, zumindest in der Nebensaison als wir dort waren.

Europa Point

Der Europa Point ist die südlichste Spitze Gibraltars. Dort befindet sich auch der Europa Point Leuchtturm. Er wurde in den neunziger Jahren vollständig automatisiert und ist mit seinem Lichtsignal über 27 Kilometern entfernt zu sehen. Bei guter Sicht hat man hier einen schönen Blick bis nach Marokko. Viele vermuten, dass es sich hier um den südlichsten Punkt Europas handelt aber dem ist nicht so.

Das einige Kilometer entfernte Tarifa bildet den südlichsten Punkt der iberischen Halbinsel. Das älteste Gebäude am Europa Point ist eine maurische Moschee, welche zwischenzeitlich militärisch genutzt wurde und heute wieder als Kirche dient.

Unser Fazit

Wenn man in der Gegend ist sollte man der kleinen Halbinsel in jedem Falle einen Besuch abstatten. Extra dort hin fahren würden wir mit unserem jetzigen Wissen nicht wieder. Trotzdem ist Gibraltar ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man auf die typischen Touristenfallen verzichtet. Besonders um die freilebenden Affen auf dem Upper Rock zu sehen, muss man nicht zwangsläufig mit der überteuerten Seilbahn fahren, sondern kann sich auch zu Fuß auf den Weg machen. Das spart nicht nur einiges an Budget, sondern macht den Besuch der Affen auch zu einem echten Abenteuer.

Für den Aufstieg sollte man sich aber auf jeden Fall mit genügend Wegproviant eindecken, da es auf dem Weg nach oben nichts gibt, wo man sich noch auf die Schnelle etwas besorgen kann. Aber auch sonst ist das mit dem Essen auf der kleinen Halbinsel so eine Sache. Abgesehen davon, dass sonntags viele Lokale geschlossen haben und es, in unserem Fall, gar nicht leicht war etwas essbares zu finden, hatten es die Preise der verbliebenen Restaurants und Essensstände auch teilweise echt in sich. Wer also nicht sein ganzes Reisebudget in Essen investieren möchte, sollte sich unbedingt genügen Essbares mitnehmen.

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