Und schon sind wir beim vierten Teil meiner Beitragsserie “Starke Frauen”. Diesmal mit Julia, die du bestimmt schon unter ihrem Label “Kreativlabor Berlin” kennst.

Schon verrückt, wie völlig unterschiedliche Menschen, vollkommen unabhängig voneinander ähnliche Weg einschlagen. Julias spannenden Weg kannst du heute in meiner Beitragsserie “Starke Frauen nachlesen. Sie betreibt, genau wie ich, ihr eigenes Schnittmusterlabel und betreut ihre Kinder selbst.

Wer bist du, wie viele Kinder hast du und wie hast du dich selber in deinem jetzigen Alter gesehen BEVOR du Kinder hattest?

Ich bin Julia, 35 – Designerin, Autorin und Freidenkerin. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder (6 und 2 Jahre alt). Hmmm. Schwierige Frage. Ich wollte schon immer Kinder und damit auch nicht zu lange warten. Also habe ich mir meine Zukunft schon als Mutti ausgemalt :) Allerdings hätte ich nicht gedacht, wie krass sich das Leben mit Kindern ändert. Ich bin ja jemand, der sehr viel Ruhe braucht. Pustekuchen – ist vorbei :D Auch das Reisen mit den Kindern hat nicht so gut geklappt wie geplant (wir wollten eine Open End Europa und/oder Weltreise machen – sind nach einem Jahr zurückgekommen). Also so schön das Leben mit Kindern auch ist – mein Mann und ich freuen uns auf die Zeit, wo wir endlich ungestört mit dem Wohnmobil losfahren können :)

Was ist dein Herzensbusiness mit dem du deine Unabhängigkeit erreicht hast oder erreichen möchtest?

Ich betreibe seit 6 Jahren mein eigenes Schnittmuster-Label „Kreativlabor Berlin“. Doch für mich ist die Luft ein wenig raus, ich nähe nicht mehr so oft und würde gern wieder als Webdesignerin durchstarten (habe ich früher hauptberuflich gemacht). Also fange ich gerade nochmal von vorn an mit meinem Designstudio. Ich finde aber auch das Schreiben total spannend. Und Persönlichkeitsentwicklung, Reisen, Natur… da könnte also noch ein anderes Business draus werden. Ich habe auch eine Coachingausbildung gemacht und Bücher geschrieben. Ich bin da sehr im Fluss und lasse mich treiben. Mal schauen.

Geht dein Kind in eine Betreuungseinrichtung?

Momentan betreuen wir beide Kinder zuhause gemeinsam. Unsere Große war etwa drei Jahre im Kindergarten, hatte dort aber viele Ups & Downs. Wenn wir früher schon so ein Mindset wie jetzt gehabt hätten, hätten wir sie auch ausschließlich zuhause betreut. Unser Kleiner (jetzt 2) ist seit der Geburt zuhause und genießt das in vollen Zügen. Natürlich haben wir super viel Kontakt zu anderen Kindern und Eltern, eigentlich täglich. Wir wollen ihn bis zum Schuleintritt zu hause betreuen, sofern es allen damit gut geht (wovon ich ausgehe).

Wann ist dir klar geworden, dass du nicht den Weg der breiten Masse gehen möchtest?

Das kam so nach und nach. In der Kita lief es mit unserem ersten Kind oft nicht rund. Sie war oft unglücklich, es gab dort Probleme – aber wir sahen keinen Ausweg. Wir dachten „Aber wir müssen doch arbeiten, wie soll das gehen?“. Beim zweiten Kind haben wir uns die Lösung selbst erarbeitet. Es ist immer einer oder meist sogar beide Eltern zuhause. Ich arbeite zuhause im Home Office, mein Mann betreut die Kinder und nachmittags wechseln wir uns ab oder betreuen gemeinsam weiter. Wir verzichten also bewusst auf zwei Vollzeiteinkommen und haben uns für unsere Kinder entschieden. Es fing mit der Kita an und ging dann weiter über das Suchen einer geeigneten Schule – da wir das staatliche System in vielerlei Hinsicht nicht optimal finden und selbst von unserer Schulzeit traumatisiert sind (da spielen viele Faktoren rein). Wir haben super viel gelesen, Dokus geschaut und uns mit anderen Familien ausgetauscht. Haben die unterschiedlichsten Schulmodelle angeschaut (normal, Waldorf, Montessori, demokratisch, Mischformen). Das gesamte letzte Jahr waren wir auf Reisen und haben alternative Familien aus ganz Europa kennengelernt – was für eine Horizonterweiterung! Aber natürlich geht es nicht nur um den Bereich Bildung. Auch in der Schulmedizin läuft meines Erachtens einiges schief. Ebenso wie bei den Empfehlungen zur „gesunden Ernährung“ und vielen anderen Dingen. Aber ich will jetzt kein Fass ohne Boden aufmachen ;)

Welche alten Glaubenssätze hindern dich manchmal und wie wirst du sie los?

Ui, das sind so einige. Vor allem die Klassiker „Ich bin nicht gut genug“ und „Ich habe das nicht verdient“. Ich arbeite seit vielen Jahren daran, habe eine Therapie gemacht, lasse mich coachen und höre die wunderbaren Podcasts von Laura Seiler und Kristin Woltmann. Das Ganze ist ein Prozess und mit Sicherheit nicht nach ein paar Monaten abgeschlossen. Aber dran bleiben hilft ;)

Was möchtest du anderen Müttern, die vielleicht auch gerade an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen mit auf den Weg geben?

Ich finde, Veränderungen sind absolut normal, menschlich, legitim und NOTWENDIG, um sich selbst treu zu bleiben. Man stößt leider auf so viel Widerstand, wenn man die Dinge anders angeht oder einfach nur hinterfragt. Ich möchte andere gern ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen – völlig unabhängig von der Meinung Anderer, oder vergangenen Erfahrungen oder einengenden Glaubenssätzen. Erkenne, wer DU bist und wie DU leben willst. Am Ende bist du allein und musst dich nur vor dir selbst rechtfertigen: Hast du dein Leben so gelebt, wie du es wolltest?

Wenn du auch die nächsten Beiträge aus meiner Beitragsserie “Starke Frauen”, meine nächsten Freebooks oder neue Schnittmuster nicht verpassen willst, trag dich einfach gleich hier unten als Blogabonnent ein und sichere dir deinen 20% Rabattgutschein für meine Ebooks. Du erhältst dann meine nächsten Beiträge und wichtige Neuigkeiten direkt per Mail. Du kannst mir natürlich auch ganz einfach auf Facebook oder Instagram folgen.

1 thought on “Starke Frauen Teil 4: Julia – Kreativlabor Berlin”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

YouTube aktivieren?

Auf dieser Seite gibt es mind. ein YouTube Video. Cookies für diese Website wurden abgelehnt. Dadurch können keine YouTube Videos mehr angezeigt werden, weil YouTube ohne Cookies und Tracking Mechanismen nicht funktioniert. Willst du YouTube dennoch freischalten?

Send this to a friend