Eine Erfahrung, die man als Mama unbedingt mal machen sollte ist auf jeden Fall alleine mit den Kindern zelten. Uns hat es diesmal bei fantastischen Wetter an die Ostsee verschlagen. Aber auch bei schlechten Wetter bietet die Region rund um Zingst jede Menge Ausflugsmöglichkeiten.

Ich habe das erste Mal allein Urlaub mit meinen Kindern gemacht. Die Idee ist relativ spontan entstanden auf Grund des genialen Sommerwetters, welches gerade auch im Norden Deutschland angekommen war und der Tatsache, dass Oma und Opa zu der Zeit auch Ferien an der Ostsee gemacht haben. Und auch wenn ich sie sonst eher wegen des Wetters meide, ist es die Ostseeküste geworden. Ich war noch nie bei richtigem Sommer- und Badewetter an der Ostsee.

Das Wetter war auch einer der Gründe, warum wir uns nach unzähligen abgesoffenen Urlauben, gegen Urlaub in Deutschland entschieden haben und unseren Sommerurlaub eher in südlicheren Regionen verbracht haben. Aber diesmal war es ganz anders. Das Wetter im Sommer 2018 war einfach perfekt und die Ostsee herrlich warm zum baden. Die Entscheidung, los zu fahren, war also relativ schnell gefallen und die Suche nach einem Campingplatz auch überschaubar, da nur wenige Anlagen überhaupt noch einen freien Platz hatten. Und so bin ich mit meinen Jungs im Wellness-Camp Düne 6 auf dem Darß in Zingst gelandet, während der Mann zu hause fleißig in Ruhe arbeiten durfte.

Zelten mit Kindern und kindliche Angst

Sehr oft ist es ja so, dass Kinder ein wenig Angst im Dunkeln oder beim Schlafen im Freien haben. Was dagegen hilft? Keine Langeweile aufkommen lassen! Beziehe deine Kinder in die Abläufe mit ein und beschäftige sie. Denn wer beschäftigt ist, hat auch keine Zeit für Angst. In meinem Fall war es aber mehr so, dass nicht die Jungs das Angstproblem hatten, die Mutter aber dafür um so mehr.

Aus diesem Grund habe ich diesen Trip auch irgendwie ein wenig für mich geplant. Ich bin oder besser gesagt war immer ein kleiner Angsthase, wenn es ums draußen schlafen ging. Nicht wegen dem draußen sein aber Dunkelheit verursacht bei mir irgendwie ein mulmiges Gefühl. Ich fand es auch schon immer gruselig, wenn der Mann beim Zelten abends nochmal einen Spaziergang gemacht hat und ich schon im Zelt lag oder ich noch mal über den Campingplatz zur Toilette laufen musste. Warum das so ist, kann ich gar nicht genau sagen.

Nun hieß es aber bloß nichts anmerken lassen und lernen damit umzugehen. Und zur Not hatte ich ja meine Jungs dabei, die mich sicher gerettet hätten, wenn es notwendig gewesen wäre. ;-) Aber soweit kam es zum Glück nicht.

Was brauchst du für ein entspanntes Zelten mit Kindern?

Campen soll ja nicht gruselig sein, sondern ein Abenteuer. Damit es aber nicht zu abenteuerlich wird, ist es wichtig sich gut zu organisieren und die passende Ausrüstung zu haben. Denn gut organisiert verbringst du einen tollen Zelt- und Campingurlaub mit Kindern. Deswegen habe ich dir hier mal unsere wichtigsten Campingutensilien zusammengestellt. Und auch hier gilt wieder, eine sinnvolle Campingausrüstung muss nicht teuer sein.

 Folgende Ausrüstungsgegenstände solltest du dabei haben:

  • Unser Familienzelt* lässt sich selbst alleine relativ einfach aufbauen und hat neben zwei geräumigen Schlafkabinen jede Menge Platz für jede Menge Gepäck, unseren faltbaren Bollerwagen* sowie Campingstühle* und unseren Campingtisch*.
  • Damit es beim Schlafen auf den Luftmatratzen* nicht zu kalt wird, haben wir immer ein paar einfache Isomatten drunter*. So sind sie zum Boden hin gut isoliert.
  • Wer keine Lust auf ewiges Aufpumpen mit der Handpumpe hat ist mit einer elektrische Luftpumpe* gut bedient. Die Pumpe funktioniert mit 220V und 12V und eignet sich nicht nur super für die großen Luftmatratzen*, sondern auch für die Gummitiere der Kinder.
  • Zum Lesen bei Nacht dürfen auf keinen Fall Campinglampen* fehlen und Stirnlampen* sind super nützlich für nächtliche Touren und Toilettengänge. Wird man dabei von Mücken zerstochen, hilft unser Bite away* immer super. Aber Achtung: Kinder mögen das Teil nicht so unbedingt, denn es wird wirklich heiß.
  • Zwar nicht so kuschlig wie ein normales Handtuch, dafür aber platzsparend, leicht und super schnell wieder trocken sind unsere Microfaser Handtücher*, die auf jeder Reise dabei sind.
  • Und damit Handys und MP3 Player nicht den Geist aufgeben, haben wir immer eine Solarpowerbank* mit dabei.
  • Dann wäre da nur noch unser faltbarer Eimer*, perfekt zum Abwaschen, Wasser holen und Wäsche waschen lässt er sich für den Transport klein zusammenfalten und spart so jede Menge Platz.

Schlafsack oder normales Bettzeug

Zum Schlafen verwenden wir in der Regel keine Schlafsäcke. Ich persönlich kann nämlich überhaupt nicht gut in einem Schlafsack schlafen und meine extra große Bettdecke bietet mir einfach mehr Komfort beim Übernachten im Freien.

Das Auto bleibt im Urlaub stehen

Um auch ohne Auto mobil zu sein, waren die Fahrräder der Kinder mit im Gepäck und für mich habe ich mir vor Ort ein Rad ausgeliehen. Das war für ca. 25 Euro pro Woche problemlos möglich und funktioniert an der Ostsee eigentlich flächendeckend sehr gut. Natürlich ist es sinnvoll schon vor Ankunft online zu reservieren, was bei den meisten Verleihern kein Problem ist.

Ausflugstipps Fischland Darß Zingst mit Kindern

Da wir, bei nicht so schönem Sommerwetter, schon so einige Male in der Region Fischland Darß Zingst Urlaub gemacht haben, kenne wir bereits einige Sehenswürdigkeiten und jede Menge Ausflugsmöglichkeiten mit Kindern. Diesmal stand aber Baden und Sandburgen bauen definitiv ganz hoch im Kurs und wir haben keinen einzigen Ausflug gemacht. Wir haben den Tag mit Schwimmen und Sub paddeln verbracht und einfach nur die Sonne in vollen Zügen genossen.

Sollte einem doch mal nicht nur nach Strand sein oder das Wetter einfach nicht mitspielen, gibt es jede Menge schöne Ausflugsmöglichkeiten.

Die Ostseeküste biete sich an für schöne Radtouren, die auch schon kleine Kinder gut mitmachen können. Da es in der Regel kaum bergauf geht und es überall Radwege gibt, können auch die Kleinsten schon ohne Probleme mitradeln. Direkt in Zingst befindet sich außerdem eine Surf Schule. Hier kann man Surf- und Kite-Kurse buchen oder sich ein Stand Up Paddle Boards ausleihen.

Mein Fazit als alleinreisende Mama mit zwei Kindern:

Die größte Herausforderung besteht tatsächlich darin sich wichtige Grundbedürfnisse, wie zum Beispiel unaufschiebbare Toilettengänge, erfüllen zu können, während Kind 1 meint gerade quer über den Campingplatz rennen zu müssen und Kind 2 waghalsige Kletterversuche auf der Rutsche unternimmt. So ganz ohne einen weiteren Erwachsener lernt man plötzlich ganz viel über völlig unterschätzte Muskeln und Selbstkontrolle.

Aber auch Grundbedürfnisse wie ausreichend schlafen sollten gesichert werden. Also auf jeden Fall Ohropax einpacken, denn so ein dauerschnarchender Zeltnachbar kann einem ganz schön den Schlaf rauben und man schaut ganz schön dumm aus der Wäsche, wenn die Kinder dank ihres wirklich guten Schlafes vom menschlichen Brumbär, welcher sein Lager direkt nebenan aufgeschlagen hatte, nicht mitbekommen haben und man selbst etwas in den Seilen hängt. Aber Achtung bitte nur auf dem Zeltplatz so machen und nicht beim Wildcampen. Hier kann es ganz nützlich sein, den Brumbär zu hören, bevor er am Zelt rüttelt.

Aber selbst mit laut sägendem Zeltnachbar hatten wir eine wirklich schöne Zeit, die uns noch ein Stückchen näher zusammen gebracht hat und ich würde jederzeit wieder allein mit meinen Jungs verreisen. Wie sieht es bei dir aus? Ist das Zelten mit Kindern ein Wagnis, eine Herausforderung oder hast du sogar selber nützliche Tipps? Dann her mit deinen Erfahrungen in den Kommentaren.

Ein paar hilfreiche Links zum Thema  Zelten mit Kindern:

Wenn du mehr über das Campen mit Kinder erfahren willst, findest du hier noch ein paar interessante Links zu diesem Thema:

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